Ein deutscher Maschinenbauer stellt seine US-Tochter auf SAP S/4HANA um. Am selben Tag geht ein neuer Ersatzteilshop mit direkter SAP-Anbindung auf Shopware 6 live. SAP bleibt führend für Artikel, Preise und Kunden. Der Shop nimmt Bestellungen an und übergibt sie direkt.
Projektfakten
Die US-Tochter eines deutschen Maschinenbauers für die Lebensmittelindustrie verkauft Ersatz- und Verschleißteile an Betriebe, die ihre Maschinen einsetzen. Der Shop ist geschlossen, bestellt wird auf Rechnung.
vom ersten Ticket bis zum Go-Live.
Explosionszeichnungen, deren Hotspots direkt zum Teil im Katalog führen.
gehen am selben Tag live, direkt miteinander verbunden.
Quelle: Projektdaten intoCommerce, Stand Oktober 2026. Der Kunde wird in dieser Case Study nicht namentlich genannt.
Ausgangslage
Der Konzern stellt auf SAP S/4HANA um, auch in den USA. Der alte Shop passte dazu nicht mehr.
Er war zu großen Teilen eine Eigenentwicklung, nur der Checkout lief über einen externen Dienst. Er ließ sich nicht sinnvoll an SAP anschließen.
Bestellungen von Hand ins neue ERP zu übertragen, kam nicht in Frage.
Ein begonnener Neuaufbau auf einer anderen Plattform wurde gestoppt. Der Konzern wollte keine zusätzliche Plattform. Im Konzern läuft bereits ein Ersatzteilshop auf Shopware 6, betreut von uns.
Die Vorgabe aus dem Workshop: SAP ist führend für alle Stammdaten. Der Shop zeigt sie an und nimmt Bestellungen entgegen.
Architektur
SAP und Shopware sind direkt verbunden. Die REST-Endpunkte im Shop kommen von uns, dokumentiert für das SAP-Team. Die SAP-Seite baute das SAP-Team des Kunden.
Richtung 1
Richtung 2
Datenqualität
Die Daten fließen direkt, aber nicht ohne Übersetzung. Drei Stellen waren im Projekt besonders aufwendig.
SAP führt Artikelnummern mit führenden Nullen, Shop und Ersatzteilkatalog ohne. Ohne Abgleich würde jedes Update ein neues Produkt anlegen, statt das bestehende zu ändern. Die Nummern werden deshalb beim Import vereinheitlicht.
Kunden und Produkte ordnet der Shop anhand der Verkaufsorganisation in SAP automatisch dem richtigen Verkaufskanal zu.
Der Ersatzteilkatalog liefert Bilddateien und getrennt davon die Koordinaten der Hotspots. Ein eigener Import prüft jede Artikelnummer gegen den Katalog und verbindet Punkt und Teil, bei über 1.800 Explosionszeichnungen.
Vorgehen
Der Shop entstand parallel zur SAP-Einführung. Deshalb stand die Aufteilung der Arbeit am Anfang.
Den alten Shop Seite für Seite durchgehen: was bleibt, was in eine zweite Phase wandert.
Welche Daten fließen in welche Richtung, wie oft, und wer führt?
Wir bauen und dokumentieren die Shop-Seite, das SAP-Team die Gegenseite.
Shop und SAP gehen am selben Tag live, mit einem festen Ablauf für den Go-Live-Tag.
Den Workshop gab es auf Deutsch und auf Englisch, weil die Fachabteilung in Deutschland und das Team in den USA beide am Tisch saßen. Zwischen beiden Standorten liegen mehrere Stunden Zeitverschiebung. Für den Go-Live-Tag war Support bis in den Abend eingeplant.
Betrieb
Artikel, Preise und Kunden pflegt das Team in SAP. Der Shop übernimmt sie, ohne dass jemand sie ein zweites Mal anfasst.
Neue Kunden fordern im Shop einen Zugang an. Das Team prüft sie in SAP, danach verschickt der Shop die Aktivierungsmail.
Bestellungen landen mit PO-Nummer und Versandart in SAP. Niemand überträgt sie von Hand.
Kunden sehen eine Ampel statt der genauen Menge. Die Werte kommen aus SAP.
„Die härteste Nuss waren die Explosionszeichnungen. Jeder Punkt auf einer Zeichnung muss am Ende genau zum richtigen Ersatzteil führen. Dazu ging der Shop am selben Tag live wie SAP. Deshalb sind wir so nah wie möglich am Shopware-Standard geblieben.“
Tim Saxler, Projektleiter, intoCommerce
Kernaussage
SAP bleibt das System, in dem gearbeitet wird. Der Shop nimmt Bestellungen an und übergibt sie so, dass SAP damit arbeiten kann.
Das Muster passt überall dort, wo ein ERP neu eingeführt wird und der Shop nicht zum zweiten ERP werden soll.
Weiterlesen
Case Study
Design, Explosionszeichnungen und die Einstellungen für den US-Markt: die Case Study bei intoCommerce.
Zur Case Study bei intoCommerceintoDealFlow
Für Aufträge, die weiter per E-Mail oder PDF eintreffen: intoDealFlow liest sie aus und übergibt sie an Shopware oder ins ERP.
Zu intoDealFlowWir sehen uns Ihre Schnittstellen an: welche Daten fließen, wo doppelt gepflegt wird und wo Bestellungen hängen bleiben. Dazu bekommen Sie einen priorisierten Plan.