Referenz · Reitsporthandel

ERP bleibt, der Shop wird neu: Reitsporthändler mit VS/4

Ein Fachhändler für Reitsport wechselt von WebSale auf Shopware 6. Die Warenwirtschaft VS/4 bleibt führend. Dazwischen übersetzt eine Integrationsschicht auf Basis von n8n Artikel, Bestände und Bestellungen in beide Richtungen.

Projektfakten

1. Das Projekt in drei Zahlen

Ein Fachhändler für Reitsport, seit Jahrzehnten in der Szene verankert, mit Onlineshop und Ladengeschäft. Gekauft wird von privaten Reitern ebenso wie von Vereinen, Reitställen und Landwirten.

3.000+

Artikel kommen aus der Warenwirtschaft in den Shop, ohne doppelte Pflege.

600 → 200

Einträge in der Zuordnungstabelle für Größen und Farben, nach der Bereinigung.

700 → 5.000

Zeilen im Google-Produktfeed, jetzt mit allen Varianten statt nur mit Hauptartikeln.

Quelle: Projektdaten intoCommerce, Artikelzahl laut Shop, Stand September 2026. Der Kunde wird in dieser Case Study nicht namentlich genannt.

Ausgangslage

2. Starre Kopplung, kein eigener Zugriff

Der bisherige Shop lief auf WebSale und war eng mit der Warenwirtschaft VS/4 verzahnt. Das funktionierte, war aber vollkommen starr.

  • Kein eigener Zugriff auf den Shop

    Das Team konnte keine Landingpages anlegen, keine Inhalte gestalten und nichts an der mobilen Darstellung verbessern. Bei einem hohen Anteil mobiler Nutzer war das ein echtes Problem.

  • Das ERP denkt in Kürzeln

    Farben sind zweistellige Codes, der Klartextname liegt irgendwo im System. Größen laufen über ein und dasselbe Feld, egal ob es um einen Reitstiefel oder um die Maße eines Trainingshindernisses geht.

  • Sonderfälle, die im Shop sauber ankommen müssen

    Paket- und Speditionsartikel im selben Warenkorb. Wertgutscheine, die online und im Ladengeschäft gelten. Grundpreise, die sich aus Menge, Einheit und Packungsgröße ergeben.

Die Vorgabe war eindeutig: VS/4 bleibt das führende System für Artikel, Preise und Bestände. Ausgetauscht wird nur der Shop.

Architektur

3. Die Schicht zwischen ERP und Shop

Shopware 6 wird nicht zum zweiten ERP. Dazwischen liegen eigene Workflows auf Basis von n8n. Sie übernehmen die XML-Exporte aus VS/4, prüfen sie und übersetzen sie in die Struktur, die der Shop braucht.

Richtung 1

ERP → Shop

  • Artikel, Preise und Bestände aus den XML-Exporten von VS/4, Artikel täglich mit Delta-Export, Bestände stündlich
  • Farbkürzel werden über eine Zuordnungstabelle in Klarnamen übersetzt
  • Größe und Farbe als getrennte Variantendimensionen, damit Auswahl und Filter verlässlich funktionieren
  • Grundpreise werden automatisch aus den ERP-Feldern für Menge, Einheit und Packungsgröße berechnet
  • Bilder kommen täglich per FTP, manuelle Pflege im Shop bleibt erhalten

Richtung 2

Shop → ERP

  • Bestellungen samt Adress- und Gutscheindaten als XML im Format, das VS/4 erwartet
  • Exportiert werden nur Bestellungen mit gebuchtem Zahlungsstatus
  • Die Warenwirtschaft holt die Aufträge im Takt von 1,5 Stunden ab
  • Versandkosten gehen als eigene Positionen an das ERP, auch bei kombinierten Paket- und Speditionsartikeln
  • Wertgutscheine führt das ERP, einlösbar online und im Ladengeschäft
Produktseite im Reitsport-Shop mit Variantenauswahl nach Farbe und Größe
Aus einem ERP-Größenfeld und einem Farbcode wird eine Auswahl, die Kunden ohne Nachdenken verstehen. Logo und Artikelnummer sind anonymisiert.

Vorgehen

4. Erst prüfen, dann bauen

Vor der eigentlichen Investition stand ein Workshop in drei Teilen und ein Prototyp. Er sollte zeigen, ob Shopware die Anforderungen tatsächlich abbildet.

Schritt 1

Bestand aufnehmen

Welche Funktionen hat der bisherige Shop, welche davon werden gebraucht?

Schritt 2

Kunden verstehen

Personas und Customer Journey, vom privaten Reiter bis zum Reitstall.

Schritt 3

Schnittstellen skizzieren

Welche Daten fließen in welche Richtung, in welchem Format, wer führt?

Schritt 4

Prototyp

Ein erster Workflow in n8n, bevor die Umsetzung startet.

Anforderungen, Sortimentslogik und die fachlichen Sonderfälle kamen aus dem Team des Kunden, die technische Umsetzung von uns. Ohne dieses Wissen aus der Praxis wäre die Variantenlogik nicht sauber lösbar gewesen.

Betrieb

5. Was im Alltag anders ist

Die Steuerung bleibt im ERP

Ob ein Artikel online ist, entscheidet ein Kennzeichen am Artikel in VS/4. Ausverkaufte Artikel ohne Bestand gehen automatisch offline.

Der Shop meldet sich selbst

Ein täglicher Bericht zeigt dem Team, welche Bestellungen an das ERP exportiert wurden.

Eine Stelle für die Pflege

Neue Artikel laufen über die Schnittstelle in den Shop, ohne dass sie jemand zweimal anfasst. Das ist die Basis für den weiteren Ausbau des Sortiments.

Eigene Inhalte ohne Umweg

Landingpages, Erlebniswelten und Beratungsseiten legt das Team selbst an, auf dem Smartphone wie am Desktop.

Beratungsseite im Reitsport-Shop: Vergleich von Stallmatten und Paddockplatten
Beratungsseite, die das Team selbst pflegt: Produkte und Fachwissen auf einer Seite.

Kernaussage

Das ERP bleibt, wie es ist. Die Übersetzung passiert in einer Schicht obendrauf.

Das Muster lässt sich auf andere Warenwirtschaften mit Dateiexport übertragen.

Order Flow Check

Wo hakt es zwischen Ihrem ERP und Ihrem Shop?

Wir sehen uns Ihre Schnittstellen an: welche Daten fließen, wo doppelt gepflegt wird und wo Bestellungen hängen bleiben. Dazu bekommen Sie einen priorisierten Plan.

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Matthias Thürling, Geschäftsführer, Ansprechpartner für intoConnect
Matthias Thürling

Geschäftsführer

Fon: 0611 – 9 458 458 0
Mail: m.thuerling@into-commerce.de