Ein Fachhändler für Reitsport wechselt von WebSale auf Shopware 6. Die Warenwirtschaft VS/4 bleibt führend. Dazwischen übersetzt eine Integrationsschicht auf Basis von n8n Artikel, Bestände und Bestellungen in beide Richtungen.
Projektfakten
Ein Fachhändler für Reitsport, seit Jahrzehnten in der Szene verankert, mit Onlineshop und Ladengeschäft. Gekauft wird von privaten Reitern ebenso wie von Vereinen, Reitställen und Landwirten.
Artikel kommen aus der Warenwirtschaft in den Shop, ohne doppelte Pflege.
Einträge in der Zuordnungstabelle für Größen und Farben, nach der Bereinigung.
Zeilen im Google-Produktfeed, jetzt mit allen Varianten statt nur mit Hauptartikeln.
Quelle: Projektdaten intoCommerce, Artikelzahl laut Shop, Stand September 2026. Der Kunde wird in dieser Case Study nicht namentlich genannt.
Ausgangslage
Der bisherige Shop lief auf WebSale und war eng mit der Warenwirtschaft VS/4 verzahnt. Das funktionierte, war aber vollkommen starr.
Das Team konnte keine Landingpages anlegen, keine Inhalte gestalten und nichts an der mobilen Darstellung verbessern. Bei einem hohen Anteil mobiler Nutzer war das ein echtes Problem.
Farben sind zweistellige Codes, der Klartextname liegt irgendwo im System. Größen laufen über ein und dasselbe Feld, egal ob es um einen Reitstiefel oder um die Maße eines Trainingshindernisses geht.
Paket- und Speditionsartikel im selben Warenkorb. Wertgutscheine, die online und im Ladengeschäft gelten. Grundpreise, die sich aus Menge, Einheit und Packungsgröße ergeben.
Die Vorgabe war eindeutig: VS/4 bleibt das führende System für Artikel, Preise und Bestände. Ausgetauscht wird nur der Shop.
Architektur
Shopware 6 wird nicht zum zweiten ERP. Dazwischen liegen eigene Workflows auf Basis von n8n. Sie übernehmen die XML-Exporte aus VS/4, prüfen sie und übersetzen sie in die Struktur, die der Shop braucht.
Richtung 1
Richtung 2

Vorgehen
Vor der eigentlichen Investition stand ein Workshop in drei Teilen und ein Prototyp. Er sollte zeigen, ob Shopware die Anforderungen tatsächlich abbildet.
Welche Funktionen hat der bisherige Shop, welche davon werden gebraucht?
Personas und Customer Journey, vom privaten Reiter bis zum Reitstall.
Welche Daten fließen in welche Richtung, in welchem Format, wer führt?
Ein erster Workflow in n8n, bevor die Umsetzung startet.
Anforderungen, Sortimentslogik und die fachlichen Sonderfälle kamen aus dem Team des Kunden, die technische Umsetzung von uns. Ohne dieses Wissen aus der Praxis wäre die Variantenlogik nicht sauber lösbar gewesen.
Betrieb
Ob ein Artikel online ist, entscheidet ein Kennzeichen am Artikel in VS/4. Ausverkaufte Artikel ohne Bestand gehen automatisch offline.
Ein täglicher Bericht zeigt dem Team, welche Bestellungen an das ERP exportiert wurden.
Neue Artikel laufen über die Schnittstelle in den Shop, ohne dass sie jemand zweimal anfasst. Das ist die Basis für den weiteren Ausbau des Sortiments.
Landingpages, Erlebniswelten und Beratungsseiten legt das Team selbst an, auf dem Smartphone wie am Desktop.

Kernaussage
Das ERP bleibt, wie es ist. Die Übersetzung passiert in einer Schicht obendrauf.
Das Muster lässt sich auf andere Warenwirtschaften mit Dateiexport übertragen.
Wir sehen uns Ihre Schnittstellen an: welche Daten fließen, wo doppelt gepflegt wird und wo Bestellungen hängen bleiben. Dazu bekommen Sie einen priorisierten Plan.